Marketingblatt

Wie Sie Ihre Geschäftsprozesse digitalisieren: Ein Leitfaden für effizienteres Arbeiten

Geschrieben von Angelika Gmeiner | 27. August 2025 22:00:00 Z

Kennen Sie das auch? Unzählige Excel-Dateien, lange E-Mail-Ketten und ständiges Kopieren und Einfügen von Daten, um den Überblick zu behalten. Viele Unternehmen kämpfen täglich mit diesen manuellen Prozessen. Sie kosten Sie nicht nur wertvolle Zeit, sondern sind auch fehleranfällig und machen es schwer, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Die gute Nachricht ist: Digitalisierung ist längst nicht mehr nur etwas für grosse Konzerne und Tech-Unternehmen. Es gibt effektive Tools und Strategien, die für jede Unternehmensgrösse geeignet sind und Ihnen helfen, von vielen manuellen Tasks zu einem automatisierten Workflow zu wechseln.

Unternehmen im Wandel: Vom manuell zu automatisiert

Stellen Sie sich vor, wie Ihre aufwändigen Excel-Listen Echtzeit-Workflows Platz schaffen, die sich vollautomatisiert updaten. Denken Sie an die Zeiteinsparung und die Eliminierung von manuellen Fehlern, wenn Ihre Systeme nahtlos miteinander verbunden sind, anstatt dass Sie Daten zuerst aus dem einen exportieren und dann ins nächste importieren müssen. Oder trauen Sie sich einmal davon zu träumen, dass Ihr System Sie über Deadlines und andere wichtige Änderungen up-to-date hält, als dass Sie selbst alle Vorgänge täglich manuell prüfen müssen, um nichts zu verpassen.

Der Kern der Digitalisierung besteht darin, Systeme so zu gestalten, dass sie miteinander kommunizieren und genau dann agieren, wenn es darauf ankommt – 100 % an Ihre individuellen Unternehmensprozesse angepasst, um Ihnen optimalen Komfort zu schaffen. 

Strategien zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen

Für eine erfolgreiche Digitalisierung von Geschäftsprozessen sollten sich Unternehmen auf drei Kernstrategien konzentrieren. Diese bauen aufeinander auf und bilden gemeinsam eine starke Grundlage für Effizienz, Transparenz und Skalierbarkeit:

  • Auslöserbasierte Integrationen
  • Tools zur Workflow-Automatisierung
  • Benachrichtigungen, die den Unterschied machen

1. Auslöserbasierte Integrationen

Das Prinzip ist einfach: Wenn ein bestimmtes Ereignis (der Auslöser) eintritt, wird automatisch eine Aktion gestartet. Beispielsweise kann das Anlegen eines neuen Kontakts in Ihrem CRM-System eine Benachrichtigung an Ihre Vertriebsmitarbeiter in Slack auslösen oder sogar den Prozess zum Versenden eines Angebots in Gang setzen.

Der wahre Mehrwert entsteht, wenn Sie über die Automatisierung von Aktionen innerhalb eines einzelnen Systems hinausgehen und verschiedene Plattformen miteinander verbinden – etwa Ihr E-Mail-Postfach mit Ihrem ERP-System oder Chat-Tools wie Slack oder Google Chat.

Praxisbeispiel – BMG Labtech:

  • Herausforderung: Büros in den USA, Grossbritannien, Deutschland und Australien nutzten verschiedene CRM-Systeme (Salesforce in den USA, Microsoft Dynamics an den anderen Standorten). Das Reporting war fragmentiert, und die Daten steckten in separaten „Black Boxes“ fest.
  • Lösung von W4: Eine HubSpot-Instanz wurde als neutrale Marketing- und Lead-Generierungsplattform eingerichtet und mit Salesforce und Microsoft Dynamics integriert.
  • Vorteil: Daten aus allen Standorten können jetzt mit minimalem Aufwand eingesehen und übersichtliche Berichte über Leads, Kontakte und Deals standortübergreifend erstellt werden.

Während globale Projekte komplexe Integrationen erfordern können, ermöglichen Tools wie Make oder Zapier auch schnelle, Low-Code-Automatisierungen für alltägliche Aufgaben auf Trigger-Basis.

2. Tools zur Workflow-Automatisierung

Sobald Systeme miteinander verbunden sind, ist der nächste Schritt die Automatisierung wiederkehrender Arbeitsabläufe. Tools zur Workflow-Automatisierung helfen dabei, Daten zu synchronisieren und Prozesse ohne manuelle Eingriffe am Laufen zu halten.

Typische Anwendungsfälle sind:

  • Aktualisierung von Datensätzen über verschiedene Systeme hinweg
  • Automatischer Versand von Follow-up-E-Mails
  • Synchronisierung von CRM-Einträgen mit Google Sheets oder anderen Tools

Heutige Low-Code-Lösungen machen diese Automatisierungen auch ohne tiefgreifende Programmierkenntnisse zugänglich. Das sorgt dafür, dass Teams weniger Zeit mit Routineaufgaben verbringen und sich stattdessen auf wertvolle Arbeit konzentrieren können.

3. Benachrichtigungen, die den Unterschied machen

Integrationen und Automatisierungen entfalten ihr volles Potenzial erst in Verbindung mit smarten Benachrichtigungen. Anstatt Systeme ständig manuell zu überprüfen, lassen Sie sich von ihnen informieren, wenn es am wichtigsten ist.

Beispiele hierfür sind:

  • Der Lagerleiter wird benachrichtigt, wenn der Bestand unter einen bestimmten Schwellenwert fällt.
  • Der Finanzvorstand erhält eine Nachricht, wenn eine grosse Transaktion abgeschlossen wurde.
  • Das Vertriebsteam wird daran erinnert, wenn ein Lead seit fünf Tagen nicht kontaktiert wurde.

Indem sie nur die relevanten Ereignisse melden, helfen Benachrichtigungen den Teams, schnell zu handeln und keine Chancen zu verpassen.

Einen Schritt weiter als die Basis: KI in den Workflow integrieren

Künstliche Intelligenz (KI) hebt die Automatisierung auf die nächste Stufe, indem sie Ihren Prozessen Kontext und Intelligenz verleiht. Anstatt nur auf einen Auslöser zu reagieren, kann KI eingehende Daten analysieren, deren Dringlichkeit oder Art erkennen und den am besten geeigneten nächsten Schritt festlegen.

Beispielsweise können eingehende Support-Tickets automatisch kategorisiert werden: Kritische Fälle werden sofort eskaliert, während weniger dringende Anfragen an das richtige Team weitergeleitet oder für später geplant werden.

Das Gleiche gilt für Dokumente, die basierend auf ihrem Inhalt vorsortiert werden können, wobei Aktionen je nach Art des Dokuments oder der enthaltenen Schlüsselwörter ausgelöst werden. Mit KI passt sich die Automatisierung intelligent an jede Situation an und stellt sicher, dass die richtige Antwort im richtigen Moment erfolgt.

Tipps für eine reibungslose Digitalisierung

  • Digitalisierung ist selten erfolgreich, wenn sie als einmaliges, allumfassendes Projekt angegangen wird. Die nachhaltigsten Ergebnisse erzielt man durch einen schrittweisen Ansatz, der schnelle Erfolge mit langfristiger Planung in Einklang bringt.
  • Ein guter Anfang ist es, klein zu starten. Anstatt zu versuchen, Dutzende von Prozessen auf einmal zu automatisieren, wählen Sie den einen aus, der in Ihrer täglichen Arbeit die grösste Frustration verursacht. Sei es die manuelle Dateneingabe, sich wiederholende Berichte oder langsame Freigabeprozesse. Indem Sie zuerst einen einzigen Prozess automatisieren, schaffen Sie eine sofortige Verbesserung, die Ihrem Team den Wert der Digitalisierung demonstriert. Das schafft Schwung und verringert den Widerstand gegen weitere Veränderungen.
  • Nach dem ersten Erfolg ist es sinnvoll, Prioritäten zu setzen. Nicht alle Prozesse bringen bei der Automatisierung den gleichen Nutzen. Konzentrieren Sie sich auf diejenigen, die besonders komplex sind oder ein hohes Datenvolumen umfassen. Denken Sie an die Übergabe von Leads zwischen Marketing und Vertrieb, die Rechnungsverarbeitung oder das Routing von Kunden-Support-Tickets. Diese Bereiche verbrauchen in der Regel die meisten Ressourcen und verursachen Engpässe, was bedeutet, dass selbst bescheidene Effizienzverbesserungen erhebliche Kapazitäten freisetzen können.
  • Schliesslich zahlt sich die Digitalisierung am meisten aus, wenn sie von Anfang an gut durchdacht ist. Bevor Sie ein Tool implementieren, sollten Sie sorgfältig festlegen, welche Auslöser welche Aktionen initiieren sollen, und Ausnahmefälle wie Sonderfälle, Eskalationen oder Freigaben berücksichtigen. Dieser Planungsschritt verhindert später fragmentierte oder inkonsistente Workflows. Er stellt auch sicher, dass Ihre digitalen Prozesse mit Ihrem Unternehmen skalieren können, anstatt von Grund auf neu aufgebaut werden zu müssen.
  • Kurz gesagt, eine reibungslose Digitalisierung kombiniert schnelle, sichtbare Verbesserungen mit einem Fokus auf Bereiche mit hoher Wirkung und einer soliden Grundlage aus durchdachtem Prozessdesign.

Der ROI von Prozessdigitalisierung

Der Return on Investment der Prozessdigitalisierung ist vielschichtig: Er umfasst messbare Kostensenkungen, höhere Effizienz und verbesserte Datengenauigkeit, aber auch schwerer quantifizierbare Vorteile wie höhere Kundenzufriedenheit, stärkeres Mitarbeiterengagement und organisatorische Agilität. Wenn Unternehmen die Digitalisierung strategisch angehen – klein anfangen, Bereiche mit grosser Wirkung priorisieren und vorausschauend planen – zahlt sich die Investition schnell aus und generiert auch bei Wachstum des Unternehmens weiterhin Erträge.

Brauchen Sie Unterstützung bei den ersten Schritten oder möchten Sie ein massgeschneidertes Digitalisierungsprojekt umsetzen? Dann kontaktieren Sie uns gerne – wir helfen Ihnen, Ihre Prozesse effizienter zu gestalten und Ihr Unternehmen für die Zukunft zu wappnen.