W4 Marketingblatt

MARKETINGBLATT

    Marketing mit Blick ins Gehirn


    Marketing ist Psychologie – das ist keine neue Erkenntnis. Doch die wenigsten Marketer betrachten ihre Marketingkampagnen unter dem Gesichtspunkt der neuronalen Verarbeitung der Inhalte. Das sogenannte Neuromarketing sollte bei jeder Kampagne berücksichtigt werden.

    Was ist Neuromarketing?

    Neuromarketing befasst sich einfach zusammengefasst mit der Frage, warum wir etwas kaufen. Dabei richtet sich der Fokus auf die neuronale Verarbeitung der Werbe- und Produktinfos und den gedanklichen Weg, der letztlich zur Kaufentscheidung führt. Es ist essenziell für eine gute Marketingstrategie nachvollziehen zu können, warum Kunden ein Produkt kaufen. Die Merkmale, die letztlich zur Kaufentscheidung führen, gilt es in der Kampagne besonders hervorzuheben. Neuromarketing verhilft also zur Erstellung besonders effizienter Werbekampagnen.

    Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? 

    Marketingkampagnen sind besonders erfolgreich, wenn man es schafft, sowohl den Teil unseres Gehirns zu aktivieren, der für unsere Erinnerungen verantwortlich ist (Hippocampus), als auch den Gehirnteil, in dem wir Emotionen verarbeiten (dorsolateraler präfrontaler Kortex). Dies sollte stets bei der Konzeption von Kampagnen berücksichtigt werden. Laut Hirnforschern werden Kaufentscheidungen überwiegend unbewusst und emotional getroffen. Wie genau diese Gehirnregionen angesprochen werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die wohl Wichtigsten sind Geschlecht und Alter der Nutzer. Weiterhin sind multisensorische, emotional-kognitive und verarbeitende Prozesse ausschlaggebend, wie wir Werbung aufnehmen und wie diese auf uns wirkt.

    Werbung im Digital Marketing ist überwiegend visuell ausgelegt. Neurowissenschaftler haben jedoch nachgewiesen, dass Werbung, die mehrere Sinne anspricht, wesentlich effektiver ist. Die Kombination von visuellen und akustischen Komponenten ist also im digitalen Marketing erfolgversprechender als eindimensionale Sinneseindrücke.

    Neuromarketing in der Praxis

    Sie müssen nicht mit aufwendigen Datenerhebungen, - Analysen oder Gehirnscans arbeiten, um Ihre Kampagnen nach dem Neuromarketing auszurichten. Es gilt lediglich, die neurowissenschaftlichen Erkenntnisse über die Verarbeitungsprozesse und die entsprechenden Faktoren bei der Konzeption Ihrer Kampagne zu berücksichtigen.

    Kurzum: Verschaffen Sie Ihren Interessenten und potenziellen Kunden positive Nutzerlebnisse, die von positiven Emotionen bestimmt sind. Dabei kann es hilfreich sein, sich zunächst auf potenziell negative Aspekte zu fokussieren – also alles zu beseitigen, was Ihre Nutzer als störend empfinden könnten. Beispiele dafür sind veralteter Content, lange Formulare, eine unübersichtliche Website-Navigation oder zu viele Werbeanzeigen.

    Mehr zum Thema lesen Sie auch in unserem Beitrag "EMOTIONAL BRANDING: WENIGER ARGUMENTE, MEHR EMOTIONEN".

    Tags: Content Marketing

    0 Kommentare
    Nächster Post Facebook Targeting – die richtigen Nutzer erreichen
    Letzter Post Neuer Rankingfaktor Google Mobile Page Speed – der Schnellste gewinnt?