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    Google ≠ SEO: Wer international punkten will, sollte Baidu nicht vergessen


    Die Welt sucht und findet sich bei Google? Nein, hauptsächlich die westliche Welt! Denn andere Regionen haben ihre eigenen Suchmaschinen, die zum Teil nach eigenen Regeln das Netz durchforsten. Wer also in China oder Russland erfolgreich sein will, sollte sich mit Baidu und Yandex näher beschäftigen!

    Google passt seinen Suchalgorithmus beständig an, um seinen Nutzern die hilfreichsten Suchergebnisse anzuzeigen. Website-Betreiber erwarten jedes Update mit Spannung. Schliesslich gibt es dann oft Handlungsbedarf, wenn man ganz oben unter den Suchergebnissen angezeigt werden möchte. Wer international tätig ist und die Augen allein auf Google richtet, wird schnell an Grenzen stossen – wortwörtlich. Denn in China und Russland spielt Google keine grosse Rolle. Hier werden mehrheitlich andere Suchmaschinen verwendet. Und diese unterscheiden sich in einigen Punkten vom Tech-Giganten aus dem Silicon Valley. Wer diese Unterschiede nicht beachtet, wird nicht gefunden!

    Es lohnt sich natürlich, auch in China unter den ersten Suchtreffern angezeigt zu werden. Baidu verzeichnet aktuell rund 900 Millionen aktive Nutzer – Tendenz steigend. Der Zugang zum chinesischen Market beginnt hier.

    Die wichtigsten Unterschiede zwischen Google und Baidu

    • Sprechen Sie die Sprache der Nutzer! Ihre Inhalte sollten unbedingt auf chinesisch vorliegen!
    • Domain oder Subdomain: Sie sollten eine .com oder .cn Domain haben.
    • Standort: Ein Server mit Standort in China ist ein Muss!
    • JavaScript und AJAX vermeiden: Auch wenn Google sich über JavaScript inzwischen freut, werden diese Inhalte von Baidu nicht gecrawlt. Daher gilt, diese Elemente nicht zu verwenden oder eine separate chinesische Website im HTML-Format anzulegen.
    • Meta Keywords usw. zählen hier noch: Google legt kaum noch Wert auf Meta Description und co. Bei Baidu sind sie aber noch wichtige Kriterien und sollten daher sorgfältig recherchiert und verwendet werden.
    • Soziale Netzwerke: Auch in China vernetzen sich die Leute online. Allerdings nicht bei Facebook, sondern bei einheimischen Netzwerken. Diese sollten recherchiert und genutzt werden.
    • Responsive Design: Auch in China geht man mobil ins Netz. Daher sollten die Seiten entsprechend optimiert sein.

    Google ist in Russland zwar nicht ganz so bedeutungslos wie in China. Dennoch ist auch hier eine russische Suchmaschine Marktführer: Yandex. Auch hier gibt es einige Unterschiede zu beachten.

    DIE WICHTIGSTEN UNTERSCHIEDE ZWISCHEN GOOGLE UND Yandex

    • Keywords spielen eine grosse Rolle!
    • Die Domain sollte entweder .ru oder .com sein. Auch Subdomains (ru.beispiel.com) können verwendet werden.
    • Suchanfragen in anderen Sprachen verarbeitet Yandex dank internationalem Ableger besser als Baidu. Dennoch sollte die Seite in russischer Sprache angelegt werden, um bei lokalen Suchanfragen zu überzeugen.
    • Inbound-Links spielen eine Rolle. Daher bieten sich hier soziale Netzwerke an, um das Ranking zu verbessern. Auch in Russland dominieren einheimische Netzwerke!
    • Geo-Targeting: Je nachdem, wo sich Nutzer aufhalten, bekommen sie Suchergebnisse präsentiert. Es können entsprechende Präferenzen im Webmaster Tool eingetragen werden.
    • Indexing: Hier geht es etwas gemächlicher zu als bei Google. Eine Sitemap kann helfen. Auch bei der Verwendung von AJAX gibt es Details zu beachten. Mehr dazu hier.
    Fazit: Wie man sieht, gibt es eine Reihe Unterschiede zwischen Google, Baidu und Yandex. Wer auf der sicheren Seite sein will, nimmt sich regionale SEO-Experten zu Hilfe.
    Mehr lesen: Digitales Marketing in China.

    Tags: Suchmaschinenoptimierung (SEO) China Marketing International Marketing

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