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    Blogcasts – der Trend geht zur Sprache


    Schon auf den ersten Blick wird klar, dass die Wortkreation sich aus den Begriffen Blog und Podcast zusammensetzt. Handelt es sich hier also einfach um eine Mischung der beiden Formate? Was ist das Besondere an einem Blogcast? Fakt ist: Es ist weder Podcast, noch Blog-Beitrag. Was genau dieses Format zu bieten hat, erklären wir Ihnen im Folgenden.

    Die Audio-Dimension für Ihren Blog

    Blogs gehören für viele Unternehmen längst unverzichtbar zur Unternehmenskommunikation. Die Beiträge sind dabei nach wie vor überwiegend textbasiert. Die Nachfrage nach weiteren Formaten, die mehr Flexibilität bieten, steigt nicht zuletzt dank der zunehmenden Mobilität immer weiter an. Denn auch die Zeit beim Autofahren oder Joggen möchten viele Menschen nutzen, um spannende Inhalte zu konsumieren. Ein Blogcast greift diesen Trend auf und präsentiert den Nutzern eine Vertonung des geschriebenen Beitrags.

    Warum dieses Format aber kein Podcast ist, sondern eine eigene Begrifflichkeit verdient, liegt auf der Hand: Der Blogcast ist weniger umfangreich und diskussionsgetrieben als ein typischer Podcast und reicht auch sprachlich an dessen redaktionelles Niveau nicht heran. Es geht weniger um eine tief greifende inhaltliche Diskussion, als um eine klare 1:1- Wiedergabe des informativen Inhalts eines Blog-Beitrags. Somit ist ein Blogcast in der Produktion natürlich auch weit weniger aufwendig.

    Die richtige Sprache verwenden

    Was der Blogcast mit einem Podcast gemein hat, ist die Verwendung eines menschlichen Sprechers. Da die Nutzer gesprochene Informationen anders aufnehmen, als geschriebene Worte, muss bereits beim Verfassen des entsprechenden Beitrags darauf geachtet werden, diesen möglichst hörerfreundlich zu gestalten. Dazu gehört, die Sätze kurz zu halten und Verschachtelungen zu vermeiden. Fachbegriffe oder Fremdwörter sollten ausführlich erklärt oder bestenfalls durch gängige Begriffe ersetzt werden. Natürlich muss der Beitrag aber auch nach wie vor in Schriftform funktionieren. Es ist also eine Sprache gefordert, die sowohl informativ und auf den Punkt gebracht als auch locker und leicht verständlich ist. Natürlich muss man auch abwägen, ob ein Beitrag überhaupt als Blogcast geeignet ist. Geht es beispielsweise um technische Details oder ist der Einsatz von Grafiken für das Verständnis essenziell, ist ein Blogcast wenig sinnvoll.

    Weiterhin ist es natürlich wichtig, dass die Tonaufnahme absolut professionell und qualitativ hochwertig ist, denn diese Qualität wirkt sich auch positiv auf das Firmenimage aus. Die meisten Unternehmen greifen daher auf entsprechende Agenturen zurück. Wenn die Aufnahmen von eigenen Mitarbeitenden durchgeführt werden, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass professionelles Equipment verwendet wird und die Sprecher entsprechend geschult werden.

    Platzierung und Potenzial

    Wie und wo soll der eigene Blogcast veröffentlicht werden? Es genügt nicht, ihn einfach nur auf der eigenen Website anzubieten. In Zeiten der Multioptionalität ist es ausschlaggebend, kanalübergreifend zu arbeiten und somit möglichst viele Nutzer zu erreichen. Es bieten sich beispielsweise etablierte Plattformen wie iTunes, Spotify oder Soundcloud an. Auch lohnt es sich, einen RSS-Feed einzurichten. Gerade weil die Tendenz allgemein zur Sprache geht und so auch Voice Search in Zukunft immer mehr an Wichtigkeit gewinnen wird, ist es für jedes Unternehmen sinnvoll, Audio-Inhalte anzubieten. Sie sind ein wichtiger Aspekt bei der Steigerung der Sichtbarkeit in den gängigen Suchmaschinen.

    Auch wenn einige Unternehmen den Blogcast schon für sich entdeckt haben, ist der Einsatz dieses Formats noch überschaubar. Wenn sich Ihre Inhalte für Blogcasts eignen, sichern Sie sich damit garantiert die Aufmerksamkeit Ihrer Nutzer und punkten mit der Verwendung dieses noch relativ neuen und spannenden Formats.

    Tags: Content Marketing

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